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Tipps und Hinweise zum Pilze sammeln
Das Wort "Pilz" hieß im Althochdeutschen buliz und wurde vom lateinischen Wort boletus abgeleitet.
Pilze, im Lateinischen Fungi, sind eukaryotische Lebewesen, deren Zellen Mitochondrien und ein Zellskelett enthalten.
Sie bilden neben Tieren und Pflanzen ein eigenständiges Reich, zu dem sowohl Einzeller wie die Backhefe, als
auch Vielzeller wie die Schimmelpilze und die Speisepilze gehören.
Es gibt tausende bekannte Pilzarten, von denen circa 180 Arten verschiedene Pilzkrankheiten beim Menschen hervorrufen
können. Doch der Nutzen für den Menschen überwiegt bei weitem. So werden Pilze etwa zur Herstellung
von Alkohol, Zitronensäure und Vitamin C verwendet und dienen uns als Speisepilz.
Um der Gefahr einer möglichen Pilzvergiftung vorzubeugen, sollten Sie nur Ihnen bekannte Pilze mitnehmen.
Schon bei geringsten Unsicherheiten bei der Bestimmung sollten Sie die Pilze besser stehen lassen. Sollten Sie die Pilze
dennoch mitnehmen wollen, um sie später genau zu bestimmen, sollten diese auf keinen Fall in denselben Behälter
wie die anderen Pilze. Sammeln Sie nur gesunde Exemplare, also keine matschigen, schimmligen oder angefressenen Pilze.
Bitte vermeiden Sie den Transport in Plastiktüten. Zu empfehlen sind luftige Körbe oder ähnliche atmungsaktive
Behältnisse. Wenn möglich sollten Sie die Pilze noch am selben Tag zubereiten. Lassen Sie bitte immer einige Pilze
zur Arterhaltung stehen. Sammeln Sie immer nur so viele Pilze wie sie auch verbrauchen können, denn sie sind nur bedingt haltbar.
Reinigen Sie die Pilze direkt am Fundort.
Ziehen Sie sich bitte waldgerecht an, das heißt lange Hosen, festes Schuhwerk und Hemd oder Jacke. Denn gerade im
Unterholz leben viele Zecken. Schneiden Sie die Pilze oberhalb des Waldbodens am Stiel aber oder drehen Sie sie heraus.
Drücken Sie die entstandene Bodenöffnung wieder zu. Machen Sie sich vor dem Gang in den Wald mit Pilzsorten vertraut
und tragen Sie zusätzlich ein Pilzbestimmungsbuch bei sich. Ungenießbare Pilze sollten Sie nicht etwa umtreten,
sondern für Tiere stehen lassen. Sie sind außerdem für den Haushalt der Natur von großer Bedeutung.
Pilze mögen es besonders feucht bei angenehmen Temperaturen. Es braucht etwa zwei Wochen regnerisches Wetter und milde
Tage und Nächte bis die Pilze bereit zum Sammeln sind. Nun beginnt der Wettlauf zwischen Sammlern und Schnecken und
anderen Tieren. Es ist nicht nötig sich beim Sammeln an eine bestimmte Tageszeit zu halten. Nach lang anhaltendem
Regenwetter sollten Sie besser keine Pilze sammeln, da diese aufgrund des hohen Wassergehalts viel schneller faulen.
Eine Pilzvergiftung entsteht durch den Verzehr von Pilzen, die Pilzgifte enthalten. Je nach Art und Menge des Giftes
kann dies bis zum Tod führen. Die häufigste Ursache für eine Pilzvergiftung ist das Verwechseln von
Giftpilzen mit essbaren Pilzen. Sollten bei Ihnen Beschwerden auftreten, die den Verdacht einer Vergiftung aufkommen
lassen, sollten Sie sofort den Notarzt oder Rettungsdienst rufen. Anleitungen für die richtigen Erste- Hilfe- Maßnahmen
erhalten Sie auch bei den Giftnotrufzentralen. Um die weitere Behandlung koordinieren zu können und die Art des Giftes
bestimmen zu können, sollten Sie die Reste vom Putzen der Pilze, Reste der Mahlzeit und des Erbrochenen aufheben.
Es ist außerdem wichtig, dass Sie Auskunft darüber geben können, wann Sie die Pilze zu sich genommen
haben und wann die ersten Symptome auftraten, in welchem Zustand die verzehrten Pilze waren und wie sie transportiert
und gelagert wurden. Klassische Erste. Hilfe- Maßnahmen wie das Beruhigen des Betroffenen und die stabile Seitenlage
bei Bewusstlosigkeit sind obligatorisch. Allerdings sollten Sie es vermeiden dem Patienten Hausmittel zu verabreichen,
da diese schädlich wirken können.
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| Pilze von A bis Z (deutsche Namen) |
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